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Fragwürdiger Baden-Fehldruck

Da staunte Carl Lindenberg nicht schlecht, als ihm ein Sammler im Januar 1894 einen Briefausschnitt mit einer 9kr-Marke Badens vorlegte! Denn die Marke war statt auf dem üblichen, ihm natürlich bestens bekannten altlilarosafarbenen Papier der normalen 9kr-Marken auf dem blaugrünen Papier der 6 kr-Marke von 1851 gedruckt. Das hatte er noch nicht gesehen in all seiner Zeit als Sammler, und er konnte wohl stolz von sich behaupten, nahezu alles gesehen zu haben, was es gab. Seine Sammlung altdeutscher Staaten zählte mit zu den besten und vollständigsten, gleich ob es sich um Marken oder Ganzsachen handelte.

 

 

Lindenberg blieb skeptisch, zu sehr hatte er – gerade in den letzten Jahren – erleben müssen, dass Fälschungen, meisterlich hergestellt, selbst erfahrene Philatelisten zu täuschen verstanden. Zumal dann, wenn sie mit Originalklischees auf ursprünglichem Papier gedruckt waren. Er hatte den „Fall Fouré“ nicht vergessen, der gerade ein Jahr zuvor von ihm und Dr. Franz Kalckhoff aufgedeckt worden war; ein Schwindel par excellence, bei dem Fouré selbst Prüfer und Experten jahrelang an der Nase herumgeführt hatte.

 

 

Ist also Deutschlands „Paradestück“, der Baden-Fehldruck, nur eine Fälschung? Lesen Sie es nach in der herunterladbaren pdf-Datei – besser bevor Sie in die Verlegenheit kommen, ein oder gar zwei Millionen Euro für solch ein Stück auszugeben. Denn die Wahrheit zu kennen, bedeutet das Richtige zu tun (sofern man kann).

 

 Fragwürdiger Baden-Fehldruck